Materialien:

flache Schachtel (z.B. Schuhkartondeckel), Schere, Bleistift, Lineal, bunte Wolle, Webnadel

 

Um ohne Webrahmen weben zu können, kann man sich aus einer flachen Schachtel einen Rahmen selbst herstellen. Dazu werden die beiden kurzen Seiten mit der Schere im Abstand von etwa 1 cm eingeschnitten. Damit das  gleichmäßig wird, kann man sich zuvor in dem Deckel mit Bleistift und Lineal nach jedem Zentimeter einen kleinen Strich ziehen.

Beim Einschneiden bitte aufpassen: Nicht ganz durchschneiden, weil sonst die Fäden nicht halten!

 

Nun legt man einen langen Wollfaden in die 1. Einkerbung und befestigt ihn mit einem Knoten um die Papplasche. Jetzt wird der Wollfaden immer von einer kurzen Seite zur gegenüberliegenden Seite  straff gespannt.  

 

 

Sind alle Kerben befüllt, kann das Weben beginnen. Ein bunter Wollfaden wird in die Webnadel eingespannt. Ein Stück Faden lässt man hängen. Die Nadel wird dann unter jedem 2. Faden durchgezogen. Wenn man auf der gegenüberliegenden Seite angekommen ist, führt man die Nadel mit dem Wollfaden jetzt unter den zuvor ausgesparten Fäden durch. Auf der anderen Seite angekommen, wird die Nadel wieder unter den Fäden wie anfangs durchgezogen. Ist der Wollfaden irgendwann zu Ende, kann man den neuen Faden anknoten oder einfach damit neu anfangen.

 

Wenn man sein Werkstück beendet hat, schneidet man die Spannfäden an den schmalen Schachtelseiten auf und verknotet immer 2 miteinander. Kleine Perlen können als Schmuck mit aufgezogen werden.  Man kann auch die eine Seite der Spannfäden auf einen kleinen Holzspieß aufziehen und erhält somit einen Miniwandbehang.

 

 

Die ersten Zentimeter sind gewebt.

 

 

Sehr beeindruckend war, dass bei Durchführung dieser Unterrichtseinheit auch die Jungen der Klasse jedes Mal mit großer Begeisterung gewebt haben und sehr stolz das fertige Ergebnis präsentierten.